Vom scheinbaren Widerspruch

Symposiumsband 3 thematisiert Glauben und Wissen

Der Band "Glauben und Wissen" zum dritten Symposium des Alfons-Fleischmann-Vereins ist fertig. Ein fast noch druckfrisches Exemplar bekam die Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien durch den AFV-Vorsitzenden Stephan Ley (re.) und Prof. Dr. Veit Neumann überreicht.

 

Der dritte Band „Glauben und Wissen“ setzt sich mit der Kernfrage der Katholischen Universität auseinander: mit dem Blick der Universität auf die Wirklichkeit, der an die katholische Weltsicht rückgebunden ist und von hier aus seinen Standpunkt beziehen kann. Wie bereits im Falle der beiden Bände zuvor bildet das „Fundamentum in re“, wie Prof. Dr. Veit Neumann während der Vorstellung des Bandes im Anschluss an die 4. Verleihung der Alfons-Fleischmann-Preise im Priesterseminar Eichstätt feststellte, auch beim vorliegenden Buch die Vorträge des vorangegangenen Symposiums. Im Sommer 2014 hatten Prof. Dr. Manfred Gerwing (Eichstätt), Prof. Dr. Klaus Berger (Heidelberg) und Prof. Dr.Dr.Dr. Anton Burger an der Universität Eichstätt über das besondere Verhältnis von Glauben und Wissen gesprochen. Dr. Gerwing legt nun seinen Beitrag zur Bedeutung der Apostolischen Konstitution „Ex corde Ecclesiae“ vor, in der Wesen und Auftrag der katholischen Universität beschrieben sind. Insbesondere Prof. Burger war in seinem Vortrag auf die Bedeutung des Epitheton katholisch für die Wirtschaftswissenschaften, konkret an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt, eingegangen.

 

Auch der zweite Hauptteil des Buches hat mit der Universität zu tun, allerdings im weiteren Sinne. Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, hebt im ersten seiner beiden hier veröffentlichten Beiträge die Bedeutung der Laien – er plädiert (faute de mieux) für den Begriff „Weltchristen“ – für die KU hervor. Prof. Dr. Ludwig Mödl, maßgeblicher Ratgeber, Kenner und Begleiter der KU seit Jahrzehnten, zeigt anhand des Eichstätter Pastoraltheologen Johann Evangelist Pruner (1827-1907) auf, welche Schätze in Eichstätts Vergangenheit schlummern, die für heute gehoben werden sollten. Mitherausgeber Dr. Josef Kreiml, Professor für Fundamentaltheologie in St. Pölten, geht im Schwerpunkt auf die Theologie an der Katholischen Universität und ihren Auftrag im Kontext der Wissenschaften ein – interessant auch, insofern im vorangehenden Beitrag zu Beginn der dritten Abteilung Bischof Voderholzer über das Studium der Theologie geschrieben hat.

 

Dr. Sigmund Bonk, Professor für Philosophie in Regensburg, bettet Eichstätt im lieblichen Altmühltal in eine spannende Naturdiskussion ein: zwischen dem „lichten“ Naturverständnis Galileis und dem „dunklen“ Naturbegriff. Weitere Beiträger sind Theodora Boruszczak, Koblenz, Fleischmann-Preisträgerin Eva Daniela Seibel, Schwäbisch Hall, sowie Mitherausgeber Prof. Veit Neumann und vor allem auch Sr. Dr.Dr. Igna Kramp (Mainz).

 

Die Bände werden, bemerkte Neumann, von Mal zu Mal umfänglicher – was Wunder, dass dies gerade wiederum der Fall ist bei dem Band, in dem, wie die Unterüberschrift des Titels besagt, die Gespräche über den Kernauftrag der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt veröffentlicht sind?

 

Anlässlich der nun vorhandenen Kontinuität dreier Bände hat sich der Echter Verlag Würzburg zusammen mit den Verantwortlichen des Vereins entschlossen, die bisherigen sowie folgenden Publikationen als eigenständige Reihe mit dem Titel „Schriften des Alfons-Fleischmann-Vereins zur Katholischen Universität“ zu führen. Die Gesamtherausgeberschaft liegt bei Prof. Dr. Neumann. 

 

 

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