„Elementarer Bestandteil des bayerischen Hochschulsystems“

Beim 3. Zukunftssymposium betonen verschiedene Redner die Notwendigkeit der Katholischen Universität

Die Sinnhaftigkeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt haben mehrere Redner verschiedener Herkunft während des 3. Symposiums des Alfons-Fleischmann-Vereins im Juni 2014 an der KU in Eichstätt betont. Das Symposium stand unter dem Motto: „Glaube und Uni – wie passt das zusammen?“ Prof. Klaus Berger, bundesweit renommierter Neutestamentler aus Heidelberg, hob hervor, dass im Gegensatz zu anderen Universitäten die KU Räume bieten kann, die frei von Ideologien sind. Somit sei ein vorurteilsfreies Forschen gewährleistet. Allerdings warnte Berger, der für seine intellektuelle Brillanz wie auch für seine klaren theologischen Positionsnahmen bekannt ist, vor jeder Form von Provinzialität. Vertreter von nicht-theologischen Wissenschaften warnte er vor der Einschränkung des Wirklichen als Forschungsgegenstand durch die angeblich universale Geltung des Kausalitätsprinzips. Maßgebliche Bereiche der Wirklichkeit ließen sich nicht unter diesem Prinzip fassen.

 

Akademische Freiheit ist gewährt
Bereits zuvor hatte der Eichstätter Dogmatiker Prof. Manfred Gerwing über die Apostolische Konstitution von Johannes Paul II. „Ex corde Ecclesiae“ über die katholische Universität gesprochen, die der katholischen Universität den weiten Raum der akademischen Freiheit zuspricht. Die Forscher brauchten sich nicht zu rechtfertigen, wenn sie diesen hier von der Kirche gewollten und mit einer großen Bedeutung versehenen Raum der Freiheit in Anspruch nehmen. Sie hätten dabei keine Bringschuld. Auch für Stiftungslehrstühle, die von anderen Institutionen finanziert werden, gelte selbstverständlich diese akademische Freiheit. Allerdings sei dann auch danach zu streben, Spitzenpositionen und -leistungen in der Forschung zu erreichen.

 

Existenz der KUE-I ist garantiert
Während der von Prof. Veit Neumann, Regensburg, moderierten Podiumsdiskussion berichtete Ministerialdirigent Michael Mihatsch aus dem Kultusministerium in München vom großen Interesse des bayerischen Staates an den Möglichkeiten Eichstätts. Auf eine imaginierte Integration der rund 5000 KU-Studenten in die LMU München hin angesprochen, stellte Mihatsch solche Vorstellungen als sehr unwahrscheinlich dar. Schon die Universität München selbst dürfte daran kein Interesse haben, nicht zuletzt aufgrund der auf lange Zeit hin absehbar sehr hohen Studentenzahlen in der bayerischen Landeshauptstadt. „Die Katholische Universität ist keine x-beliebige Privatuni, sondern sie ist ein elementarer Bestandteil des bayerischen Hochschulsystems mit einer im Übrigen erheblichen Entlastungsfunktion für die staatlichen Universitäten, und das an einem strukturpolitisch wichtigen Standort“, lautete die Einschätzung des Ministerialdirigenten. Auch sehe er in dem andernorts spannenden Feld zwischen Kirche und Staat derzeit überhaupt keine Schwierigkeiten, was die Katholische Uni in Eichstätt betrifft.

 

Theologie soll Führungsrolle übernehmen
Zuvor hatte der Ingolstädter Wirtschaftsprofessor Anton Burger über den Auftrag gesprochen, die künftigen Wirtschaftswissenschaftler bei ihrer Ausbildung für die Bedeutung der zentralen Aussagen der Katholischen Soziallehre zu sensibilisieren. Dagegen müsse in manchen ökonomischen Bereichen erst wieder mühsam gelernt werden, den Menschen mit seinen ihm eigenen Fähigkeiten zu schätzen, sagte Burger. Sr. Igna Kramp CJ von der Hochschule der Jesuiten in Frankfurt-St. Georgen erklärte, die Theologie sollte eine Führungsrolle an der Universität übernehmen. Allerdings sei es dabei wichtig, die anderen Wissenschaften auf der Suche nach der Wahrheit behutsam zu begleiten. Die KU sollte zur Reform der Kirche beitragen. „Ernsthafte Reformen der Kirche waren immer mit Bildungsoffensiven begleitet“, erklärte Sr. Igna: „Wo bleiben diese kirchlichen Bildungsoffensiven in den Umbruchsprozessen der Zeit?“

 

Die in Eichstätt promovierte Eva Daniela Seibel stellte den zu diesem Zeitpunkt gerade erschienenen Band „Auftrag und Image“ vor, der die Stellung der KU in der Öffentlichkeit sowie im Fokus der Medien betrachtet. Er vereint die Beiträge des Symposiums des vergangenen Jahres, in dessen Rahmen auch der Münchner Generalvikar Peter Beer als Vertreter des Trägers der KU gesprochen hatte. Stephan Ley, Vorsitzender des Alfons-Fleischmann-Vereins (AFV) sowie Executive Manager der Lejeune Academy München, erklärte, dass der AFV auch in Zukunft die KU unterstützen werde. Auch die Akademie des Cartellverbands (CV), die als Mitveranstalterin auftritt, ist an der Zukunft der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sehr interessiert.

 

 

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