„Wir sind bereit, Ideen und Projekte zur Zukunft zu unterstützen“

Der Münchner Prälat Peter Beer sprach über die Sicht des Trägers auf die Uni

Peter Beer, Veit Neumann, Alfons-Fleischmann-Verein, Symposium 2013 Eloquenter Redner und guter Zuhörer: Prälat Prof. Dr. Dr. Peter Beer (li.) während der Ausführungen von Prof. Dr. Veit Neumann

Am 16. März 2013 fand im Landratsamt Eichstätt das 2. Symposium „Das Bild der Katholischen Universität in der Öffentlichkeit“ statt. Wie der Träger die Einrichtung sieht, darüber sprach der Münchner Prälat Peter Beer, Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Universität, auf der Veranstaltung des Alfons-Fleischmann-Vereins. In Anwesenheit zahlreicher Professoren sowie weiterer an den Geschicken der Uni interessierter Personen sagte Beer, er sei nicht gekommen, um zu kritisieren. Er könne und wolle keine Vorgaben machen, die dann schlichtweg umgesetzt werden müssten. „Ich kann der Universität nicht einfach vorschreiben, was sie zu tun hat.“ Auch betonte er, dass er kein Medienfachmann sein. Allerdings sei er bereit, so Beer, Ideen und Projekte zu unterstützen, die die Zukunft der KU betreffen. Der Prälat wirkt als Generalvikar des Erzbistums München und Freising.

Das Selbstverständnis des Trägers beschrieb Prälat Beer mit dem Hinweis auf die Worte „Gehet hinaus in alle Welt“. Die damit verbundene Aufgabe solle in den Diskurs gestellt werden. Seine Ausführungen zur strategischen Ausrichtung der Universität untermauerte er durch das wiederholte Einflechten konkreter Beispiele. Zu seinen praktischen Anregungen gehörten ein Facebook-Auftritt der KU oder die Kommunikation ihres Mehrwerts in katholische Schulen hinein. Denkbar seien auch Bürgergespräche, bei denen nach den Bedürfnissen der Eichstätter gefragt werde. Außerdem regte Beer an, Zeugnisse („Testimonials“) von Menschen zu veröffentlichen, die in Verbindung mit der Uni stehen. Schließlich brachte er die Aufstellung eines Gesamtplans ins Gespräch, der aufzeigen könne, wie es nun weitergehe. Die Medien nannte er einen „Motor zur Weiterentwicklung der Universität“. In Sachen Kommunikation habe die KU eine Bringschuld gegenüber der Öffentlichkeit. Prälat Beer warnte davor, sich Klagen über „schlechte Medien“ anzuschließen. Die Universität sei ein gemeinsames Kommunikationsprojekt, das Mitarbeiter und Studenten einschließe.

Wie bereits beim ersten Symposium im vergangenen Jahr forderte der Münchner Pastoraltheologe Prof. Ludwig Mödl mit deutlichen Worten, ein Leitbild der Universität zu erarbeiten. Prof. Reto Luzius Fetz regte die Veranstaltung fakultätsübergreifender Symposien zum Thema an. Eine empirische Studie über das mediale Bild der KU empfahl der Kommunikationswissenschaftler Prof. Hömberg, „um zu wissen, wo die Uni in der medialen Öffentlichkeit tatsächlich steht“. In seiner Moderation riet der St. Pöltener Pastoraltheologe Prof. Veit Neumann, sich nicht auf eine Aufzählung dessen zu verlegen, was in der Vergangenheit alles nicht funktioniert habe. Unipräsident Prof. Richard Schenk sagte in seinem ausführlichen Statement: „Es kann nicht sein, dass wir einfach die elfte Uni in Bayern sind, sondern wir haben Besonderheiten, die uns hervorheben.“ Mit Blick auf den Träger erklärte Schenk: „Wir werden nicht nur Geld fordern, sondern Ideen mitbringen.“ Auch wiederholte er seine offene Haltung gegenüber den Medien, die er bereits während des vergangenen Symposiums an den Tag gelegt hatte. Denn es entspreche der Erfahrung, dass Medien durchaus Interesse haben, auch Positives über die Uni zu berichten.

Prälat Beer und Präsident Schenk würdigten die Tatsache, dass der Alfons-Fleischmann-Verein (AFV) eine Plattform für solche Gespräche bietet. Vorsitzender Stephan Ley sagte, auch in Zukunft stehe der AFV dafür zur Verfügung. Der Verein ist aus der Alcimonia Eichstätt hervorgegangen. Zu Beginn des Symposiums hatte der Augsburger Journalist Ulrich Bobinger über die Krisenkommunikation der KU im Jahr 2008 gesprochen. Er sagte, eine Krise hinter sich zu haben bedeute nicht, dass es keine weitere mehr geben würde

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