Alfons Fleischmann: Führen durch motivieren

Verein der Studentenverbindung Alcimonia zeichnete erneut exzellente wissenschaftliche Arbeiten aus

Preisträger und Laudatoren auf einen Blick (v.l.n.r.): Prof. Dr. Klaus Meier, Julia Haug, Peter Schwertsik, Prof. Dr. Bernhard Teuber, Prof. Dr. Jörg Althammer, Janina Serfas, Verena Kopp, Prof. Dr. Josef Pichler, Stephan Ley (Vereinsvorsitzender), Dr. Veit Neumann (Stellv. Vorsitzender).

Der Alfons-Fleischmann-Verein Eichstätt (AFV) hat am Dienstagabend
im Priesterseminar Eichstätt den Alfons-Fleischmann-Preis 2012 an drei
Nachwuchswissenschaftlerinnen und einen Nachwuchswissenschaftler
vergeben. In diesem Jahr vergab der Vorstand die Auszeichnung für
hervorragende Abschlussarbeiten in den Bereichen Journalistik,
Wirtschaftswissenschaften, Philologie und Theologie.

Professoren hatten die Arbeiten zur Auszeichnung empfohlen. Eichstätter
Bürger haben die Preisgelder gestiftet. Der AFV unterstützt die
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) in kultureller und
wissenschaftlicher Hinsicht. Alfons Fleischmann war 1972 Gründungsrektor
der Gesamthochschule Eichstätt, aus der die KU hervorgegangen ist. Julia
Haug hatte in ihrer ausgezeichneten Diplomarbeit über die
Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl in ausgewählten
Tageszeitungen geforscht. Janina Serfas verglich
Gerechtigkeitsauffassungen in der klassischen ökonomischen Theorie mit
scholastischen Auffassungen. Peter R. Schwertsik untersuchte in seiner
Dissertation Boccaccios Wirken in Neapel. Verena Kopp schließlich
arbeitete über Ehebruch und Ehescheidung im Neuen Testament. Die
Professoren, die die Arbeiten betreut hatten, stellten die Preisträger
vor und fanden sehr lobende Worte für deren wissenschaftliche
Leistungen. Josef Richter, Ltd. Schulamtsdirektor a.D., hatte für den
Festakt mehrere bemerkenswerte Stücke komponiert, die Markus Beck
(Klarinette) und Richter (Flügel) vortrugen und die mit lang anhaltendem
Applaus bedacht wurden.

 

CV-Ratsvorsitzender Dr. Emrich: Bürgerschaftliches Engagement vorbildlich

Der AFV wurde vor zwei Jahren von acht Alcimonen in Eichstätt
gegründet. Alcimonia ist eine katholische und nicht-schlagende
Studentenverbindung im Cartellverband (CV), dem größten europäischen
Akademikerverband. Heiner M. Emrich, Vorsitzender des CV-Rats, der den
Verband leitet, war nach Eichstätt gekommen und lobte die Initiative des
Vereins, die Teil des bürgerschaftlichen Engagements ist. Außerdem
sprach Emrich über Alfons Fleischmann, der von 1941 bis 1975 als Moral-
und Pastoraltheologe, vor allem aber als hochschulpolitischer Motor in
Eichstätt gewirkt hatte. Er nannte Fleischmann „den CVer an sich“. Er
habe sich selbst viel abverlangt, dies aber auch von anderen erwartet.
Im Rahmen der Feier stellte Prof. Josef Kreiml, Rektor der
Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, den jüngst im
Würzburger Echter-Verlag erschienenen Band „Woher? Wohin? Chancen der
Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt“ vor. Er versammelt die
Beiträge des AFV-Symposiums, das im März zur Zukunft der KU
stattgefunden hatte.

Zu Beginn der Preisverleihung hatte der Münchner Pastoraltheologe Veit
Neumann über Alfons Fleischmann als Pastoraltheologen gesprochen. Als
praktischer Theologe habe er Ideenpolitik betrieben und die Ideen
erfolgreich in die Gesellschaft eingebracht. Bei allem Blick auf
gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, etwa durch die Bearbeitung der
Themen betriebliche Mitbestimmung und Medien, habe er stets den
einzelnen Studenten im Blick gehabt. Seine besondere Stärke: Menschen zu
führen, indem er sie motivierte. AFV-Vorsitzender Stephan Ley stellte
die Aktivitäten des Vereins vor. Ziel sei es, die Interessen derjenigen
zu bündeln, die die KU unterstützen möchten.

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