Alfons-Fleischmann-Preis erstmals verliehen

Preisträger des Alfons-Fleischmann-Preises 2011 Die Träger des Alfons-Fleischmann-Preises mit ihren Laudatoren, Uni-Präsident Richard Schenk (2. von links), Veit Neumann (Stellvertretender Vorsitzender, li.) und Stephan Ley (Vorsitzender, re.).

Am Dienstagabend hat im Priesterseminar in Eichstätt erstmals die Verleihung des Alfons-Fleischmann-Preises stattgefunden. Der Alfons-Fleischmann-Verein vergab die Auszeichnung für exzellente wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Kulturwissenschaften, Theologie und Philosophie.

 

Zu dem akademischen Festakt im Ehemaligen Jesuitenrefektorium mit anschließendem Empfang waren rund 80 Personen gekommen, denen die Zukunft der Universität ein Anliegen ist, darunter auch Uni-Präsident Richard Schenk sowie Bürgermeister Josef Schmidramsl und Tanja Schorer-Dremel in Vertretung von Landrat Anton Knapp. Musik auf hohem Niveau bot in diesem Rahmen der international renommierte Regensburger Operntenor Wolfgang Nöth, der von Musikpräfekt Rudolf Pscherer auf dem Flügel begleitet wurde. Acht Mitglieder der katholischen Studentenverbindung Alcimonia hatten den gemeinnützigen Verein im vergangenen Januar zur Förderung der Wissenschaft im Umfeld der Katholischen Universität gegründet. Der Preis ist nach dem Gründungsrektor der Kirchlichen Gesamthochschule, Prof. Alfons Fleischmann (1907-1998) benannt, der in Eichstätt Pastoraltheologie und Moraltheologie lehrte. Er ist mit jeweils 1000 Euro dotiert, die bisher von Privatpersonen gestiftet wurden. Fleischmann war der treibende Motor zur Wiedergründung des Cartellverbandes (CV) nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Münchner Historiker Professor Peter C. Hartmann würdigte in seinem Vortrag Professor Fleischmann als jemanden, der Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement auf geschickte Weise zu verbinden wusste. Mit der Preisverleihung macht der Verein auf exzellente wissenschaftliche Arbeiten aufmerksam.

 

 

Vier junge Akademiker geehrt

André Habisch, Professor für Christliche Sozialethik, fand lobende Worte für die Dissertation von Katharina Sommerrock, die in Ingolstadt über soziales Unternehmertum promoviert hat. Die ebenfalls mit der Bestnote ausgezeichnete theologische Arbeit von Pater Wolfgang Hariolf Spindler setzt sich mit der Christlichen Soziallehre im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) und dem Verhältnis von Staat und Kirche auseinander. Die Aktualität des Themas hatte sich erst kürzlich gezeigt, als Benedikt XVI. in Freiburg über die "Entweltlichung" der Kirche sprach. Boris Wandruszka hat in Eichstätt über die Philosophie des Leidens promoviert, mit einer Arbeit, zu der der emeritierte Eichstätter Philosophieprofessor Reto Luzius Fetz sehr lobende Worte fand. Ausgezeichnet wurde außerdem die Masterarbeit von Sabine Schramm. Darin ist die Schauspielerin, die in Eichstätt studiert hat, der Frage nachgegangen, wie das Theater als Institution aus Menschen und wirtschaftliches Denken zusammenpassen. Die Wissenschaftliche Kommission des Vereins, der renommierte Hochschullehrer angehören, hatte die vier vorgelegten Arbeiten zur Auszeichnung empfohlen.Dem Verein steht der Münchner Unternehmer Stephan Ley, Philistersenior der Alcimonia, vor. Ley erklärte, in Zeiten globaler Vernetzung liege eine der zahlreichen Stärken der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt nicht zuletzt in ihrer Verbundenheit mit der Region. Veit Neumann, Stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Wissenschaftlichen Kommission, sagte: "Unser Verein ist von den wertvollen Traditionen und Möglichkeiten Eichstätts überzeugt." Es sei ein erheblicher Vorteil, Wissenschaft an kulturell anspruchsvollen Orten zu treiben.



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